22. JUNI 2019



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Wien, Stadt im Dreivierteltakt

Was hat Wien zu bieten?

 

Wien! Denkt man an Wien, fällt einem sofort eine ganze Menge zu dieser einzigartigen Stadt ein. Dort gibt es das berühmte Hotel Sacher und die gleichnamige Torte, die so schön schokoladig, vollmundig und gehaltvoll auf der Zunge zergeht. Kaiser Franz Josef und seine Ehefrau, die Kaiserin Elisabeth, kurz Sissi genannt, residierten und regierten im schönen Wien. Es gibt den Prater als Naherholungsziel, den Stephansdom, die Wiener Staatsoper, die Volksoper, das Burgtheater, das Schloss Belevedere, das Rathaus, die unzähligen Museen und, und, und... Wien ist eine nicht enden wollende Litanai der Kunstgenüsse. Und was wäre wohl Wien ohne den berühmten Schmäh, dem "Küss die Hand, g´nä Frau". Gibt es den überhaupt noch? Sicherlich werden Damenhände nicht mehr so leichtfertig geküsst, wie noch vor etwa hundert Jahren der Fall. Dennoch besitzt der Wiener eine überaus charmante, flirtive Art. Beschwingt wandelt man durch diese Stadt von Welt, die wohl zu Recht als Zentrum der Kultur und Musik schlechthin bezeichnet werden darf.

 

 

Fast überall, egal, wo man auch gerade geht oder steht, hört man von Weitem schallendes Klick, Klack, Klick, Klack. Es sind die Fiaker, die sich geradezu mühelos ihren Weg durch die Straßen bahnen, wohl auch zum Leidwesen der dahinter fahrenden Autos, die deutlich mehr PS unter "den Hufen" haben, als ihre Genossen mit gerade mal 2 PS. Doch die Wiener Gemütlichkeit lädt dazu ein, Alltag und Stress hinter sich zu lassen und einmal entspannt die historische Vielfalt in Architektur, Kultur und Kulinarik einzusaugen. Ein erster Tag in Wien beginnt mit einem Rundgang durch das Stadtzentrum am Stephansdom entlang durch die von Touristen überflutete Einkaufsmeile bis hin zur Wiener Staatsoper, dem Prunkbau schlechthin. Direkt hinter der Oper befindet sich das allbekannte Hotel Sacher, in dem man, sollte der Geldbeutel nicht prall gefüllt sein, besser nicht residiert, aber eventuell doch abends einen Abstecher in die Haus eigene "Blaue Bar" machen sollte. Dort kann man zu regulären Preisen gut gemixte Cocktails im original K. und K. Ambiente genießen.

 

Stadtrundgang Wien und Besuch der Außenbezirke

 

Weiter geht es über den Altstadtring entlang zum Burggarten, indem sich das Mozartdenkmal befindet, sowie das Palmenhaus, welches als Restaurant bei schönem Wetter, genügend Platz auf der Terasse mit Blick in den Garten bietet. Vorbei an der Hofburg und den Museen geht es weiter zum Wiener Rathaus, dem Burgtheater und dem berühmten Cafe Landtmann. Auch hier wird man durch den Charme der K.und K. Ära verzaubert und fühlt sich der Zeit entrückt. Alles in Wien ist irgendwie nostalgisch, elegant und ein wenig beschwingt, so beschwingt wie der Wienerwalzer, den kein anderer, als der berühmte Johann Strauß Sohn ins Leben gerufen hat. Kaum verwundert es einen, dass der Wiener an sich mit der klassischen Musik groß wird und es schon beinahe zum Alltag dazu gehört, abends in die Wiener Staatsoper zu gehen. Musikaffinität scheint dem Wiener in die Wiege gelegt worden zu sein. Sehr empfehlenswert, sollte man das Glück haben, einmal Karten für eine Opernvorstellung zu bekommen, ist der Besuch des Hauses, ganz zweifelsfrei. Hat man irgendwann genug vom Trubel der Stadt, lohnt sich ein Ausflug in die Stadtrandgebiete oder besser gesagt in die entlegenen 19. bzw. 21. Bezirke der Wiener Stadt. Nussdorf ist vom Zentrum mit der Straßenbahnlinie D einfach und auf direktem Weg in nur einer knappen halben Stunde zu erreichen.

 

Abstecher nach Nussdorf - Besteigung des Kahlenbergs

Dort scheint die Welt kleiner und übersichtlicher. Beim Schlendern durch die kleinen Nebenstraßen und Gassen reiht sich ein Heurigenlokal an das Andere. Gemütlichkeit beim "Wein, Weib und Gesang" scheint hier in den warmen Sommermonaten, insbesondere draußen in den Weingärten der Lokale, hoch im Kurs zu stehen. Aber nicht nur die Beschaulichkeit der Weindörfer laden zum Verweilen ein. Wer ein bisschen Aktion und sportive Ablenkung sucht, der kann direkt von der Straßenbahnendstation in Nussdorf den Beethovengang durch die Weinberge hinauf auf den 484 Meter hoch gelegenen Kahlenberg wandern. Von dort oben hat man einen sensationell schönen Ausblick auf Wien und Umgebung. Man überblickt die Weinberge und den Wienerwald. Es eröffnet sich einem damit eine ganz neue faszinierende Welt und eine andere Perspektive auf Wien.

 

Ausflug ins Burgenland

 

Sollte einem Wien nicht reichen, obgleich das kulturelle Angebot die knapp bemessene Zeit eines kurzen Wochenendes den Rahmen fast schon sprengt, dem sei empfohlen, doch auch einen Ausflug in das ca. eine Stunde entlegene Burgenland zu unternehmen. Inmitten von Weinanbaugebieten, eingerahmt von kleinen beschaulichen Dörfern, liegt Eisenstadt, der Residenzsitz der Fürsten von Esterhazy. Ein historischer Altstadtkern mit kleinen Cafes, Restaurants und Heurigenlokalen lädt zum Verweilen und Genießen ein. Der Komponist Joseph Haydn lebte einige Jahre in Eisenstadt und war sogar der Kapellmeister der Fürsten von Esterhazy. Sehr beeindruckend ist der Weinkeller im Gewölbe der Residenz. Fast ist man versucht, sich an den wertvollen Weinschätzen zu bedienen.

 


 

Zum Abschluss eines jeden Wienbesuchs empfehle ich dringend die Wiener Staatsoper, auch wenn man der klassischen Musik nicht so viel abgewinnen kann. Das Haus ist eine Erlebniswelt für sich und ein "Muss" für jeden, der tatsächlich ein wahrer Musikliebhaber ist. Bei Sonnenschein empfehle ich den Tag im Park des Schlosses Belevedere ausklingen zu lassen. Dort gibt es ein wunderschönes Cafe mit Gartenterasse, von wo aus man die Welt und seine Menschen nett beim Flanieren zuschauen kann. Streetviewing ist doch auch eine schöne Zweitbeschäftigung, zumindest dann, wenn man die Stadt Wien bereits allumfassend erlebt hat. Und wie sagt man zum Abschluss doch so schön auf Wienerisch: Servus, bis zum nächsten Mal!

 

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