29. APRIL 2019



ENTHÄLT UNAUFGEFORDERTE WERBUNG

Veronika, der Lenz ist da!

Endlich ist er da, der Frühling. Vorbei der durchwachsene Winter, der lediglich in Süddeutschland Schneemassen vom Himmel brachte, was das Zeug hielt. Jetzt endlich können wir alle singen: Veronika, der Lenz ist da! Und uns des Lebens freuen, denn die Temperaturen sind bereits auf 22 Grad geklettert. Alles grünt und blüht und steht bereits in voller Pracht. Auch die Luft ist so ganz anders. Mild, süßlich und warm weht einem der mittlerweile laue Wind sanft um die Nase. Alles riecht so wohltuend angenehm nach sprießenden Blumen, erwachendem Leben, auch die Vögel zwitschern wieder. Und man kann sich wirklich nicht an der aktuellen Farbenpracht der Bäume und Pflanzen satt sehen. Es ist einfach herrlich. Fast zu schön, um wahr zu sein!

Besonders sonnenverwöhnt war das verlängerte Osterwochenende in meiner Heimatstadt Hannover. Sehr oft, wenn ich dort zu Besuch bin, treibt es mich in die Gegend um das Neue Rathaus. Eingebettet in den Park am Maschteich präsentiert sich der wilhelminische, schlossähniche Prunkbau, der von 1901 - 1913 errichtet wurde, von seiner glanzzvollsten Seite. Entspannt flaniert man durch den üppig grünenden Park am See und gelangt von dort in nur weniger als 10 Gehminuten an den nahe gelegenen Maschsee, der mit seinen 6 Kilometer Umfang das Naherhohlungsgebiet der Städter schlechthin ist. Er ist mit einer Fläche von 78 Hektar das größte Gewässer der niedersächsischen Landeshauptstadt und lädt zu zahlreichen Wassersportarten ein. Es gibt ein Schwimmbad, Ausflugsboote, die in ca. 40 Minuten den Maschsee umrunden und so viel bewaldete Fläche rund um den See, dass man das Gefühl hat, gar nicht wirklich in der Stadt zu sein.

 

 

Ich komme daher nicht drum herum, immer wieder zu betonen, dass diese meine Stadt, auch wenn Sie womöglich nicht mit den gehypten Großstädten dieser Welt mithalten kann, der für mich überschaubarste und unangestrengteste Kleinod ist. Viele Grünflächen (Eilenriede, Herrenhäuser Gärten, Maschteich und Maschsee) und Oasen binden sich dabei fast schon malerisch in das Stadtbild ein. Und auch kulturell hat Hannover viel zu bieten. Im Sommer findet jedes Jahr das Maschseefest auf dem See statt. Dort spielen bekannte Rock und Pop Bands bis spät in den Abend hinein. Ebenso empfehlenswert sind die Opernaufführungen im Juli auf dem Maschteich vor dem Neuen Rathaus. Wer schnell und lange im Voraus bucht, erhascht sogar noch Karten für die begrenzte Auswahl an Sitzplätzen auf der Terasse des Neuen Rathauses mit Blick auf die mitten im Wasser gelegene Bühne. Bei weniger Glück kann man aber auch seine Zelte im Park selbst aufschlagen. Ab 21:00 Uhr geht dann das Opernspektakel los und man sollte, ausgestattet mit Klappstühlen, einer Decke und Fresskörben, sowie einer Flasche Champus oder Wein bereits einen guten Liegeplatz ergattert haben.

 

Die Übertragung ähnelt dem Münchner Konzept: Oper für alle, was bedeutet, dass die Aufführung Live über riesige Leinwände in den Park projeziert wird. 2018 trat sogar der französische Bariton Ludovic Tezier auf der Wasserbühne vorm Neuen Rathaus auf. Natürlich waren bei dieser renommierten Besetzung die Karten bis auf den letzten Sitzplatz ausgebucht - und das bereits ein ganzes Jahr im Voraus! Wer es lieber etwas barocker mag, der schaut sich im Spätsommer das internationale Feuerwerkfestival in den Herrenhäuser Gärten an. Ich habe es bislang nur einmal miterlebt, war aber hellauf begeistert, sind die Gärten schon allein ohne musikalische Untermalung ein pittoresker Augenschmaus. Hannover ist bekannt als Kulturhauptstadt Niedersachsens und berühmt für die besonders ästhetisch anmutenden Prunkgärten. Schon allein deshalb ist ein Besuch dieser Stadt unabdingbar. Es gibt also schon mal einen guten Grund, seine Zeit dieser Stadt an einem sonnigen Wochenende voll und ganz zu widmen.

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