04. JUNI 2019



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Verliebt in Berlin: Teil 3 - Museumsinsel

 

Wenn man einmal in Berlin gestrandet ist, hat man das Gefühl, nie wirklich genug von dieser Stadt zu kriegen. Irgendetwas, meint man, doch immer zu verpassen. Die Stadt ist wahnsinnig groß, reich an Kultur und Geschichte. Und egal, wo man sich auch aufhält, es verweisen einen immer Straßenschilder an den nächsten momumentalen, beziehungsweise geschichtsträchtigen Ort. Bin ich in Berlin unterwegs, dann starte ich meistens vom Hackeschen Markt aus meine Sightseeing-Tour Richtung Museumsinsel. Dort an der Spree gelegen hat man die Möglichkeit, seine müde gelaufenen Füße in einer netten Lokalität zur Ruhe kommen zu lassen. Im Sommer kann man dann ganz besonders herrlich draußen auf den Terassen direkt an der Spree eine Erfrischung oder ein gutes Essen zu sich nehmen. Ruhig ist es dort, denn jenseits der Museumsinsel, auf der anderen Seite des Flusses grenzt eine öffentliche, begrünte Parkanlage an, die mit großen Rasenflächen Besucher und Städter gleichermaßen dazu einlädt, alle "Viere" von sich zu strecken und sich auf dem frischen Grün bei einem Sonnenbad auszuruhen.

 

 

Die Museumsinsel selbst bietet allen Freunden der Kunst und Geschichte eine breit gefächerte Auswahl an zu besichtigenden Museen. Es gibt fünf Museen insgesamt auf besagter Insel: das Neue Museum, das Alte Museum, das Pergamonmuseum, die Alte Nationalgalerie und das Bode-Museum. Wer sich für die Alten Welten, die Griechen, Etrusker und Römer interessiert, ist im Alten Museum gut aufgehoben. Das Neue Museum bietet dagegen Ausstellungen an, die sich mit unterschiedlichen Themenbereichen befassen, unter anderem mit dem Alten Ägypten, den Schätzen aus Europas Frühzeit sowie der Steinzeit, Bronzezeit und Eiszeit. Das Pergamonmuseum wiederum unterhält umfangreiche Sammlungen aus der Islamischen Kultur und aus dem Alten Orient. Das wohl berühmteste Ausstellungstück der Antikensammlung im Pergamonmuseum ist der Pergamonaltar und das Vorderasiatische Museum.

 


 

Was die Alte Nationalgalerie anbelangt, so kann man dort die Gemäldeausstellung des 19. Jahrhunderts vorfinden. Es gibt auch immer wieder themenbezogene Sonderausstellungen, wie aktuell die Maler und Mäzen des Impressionimus von Gustave Caillebotte. Das Bode-Museum in letzter Instanz beherbergt Spätantike und Byzantinische Kunst, sowie unter anderem eine Münzen und Medaillenausstellung. Es bleibt also kein Wunsch für geschichtshungrige Kunst- und Kulturliebhaber offen. Einen ganzen langen Tag kann man sich allein nur in den Museumslandschaften aufhalten. Doch da jeder Berlinbesuch begrenzt und oftmals auch nur auf ein kurzes Wochenende beschränkt ist, sollte man sich gut überlegen, welche Museen man besucht und was einen wirklich interessiert, denn Berlin ist nicht nur ein geschichtliches Indoor-Erlebnis, sondern auch, ein bisschen, wie Rom, ein historisches Museum mit Freilichtcharakter.

 

 

Von der Museumsinsel ausgehend, sollte man unbedingt "Unter den Linden", in Richtung Brandenburgertor zum Bundestag spazieren gehen. Unter den Linden ist die Prachtstraße Berlins schlechthin. Sie wurde 1573 unter Kurfürst Johann Georg als Reitweg zum Stadtschloss bis zum Tiergarten angelegt und 1647 befestigt und mit Linden bepflanzt. Im Deutschen Kaiserreich säumten zahlreiche Hotels und Restaurants die Prachtstraße. Und genau so fühlt sich das immer noch an, wenn man gemütlich entlang der 1,5 km langen Straße, vorbei an der Humboldt-Universität, der Staatsbibliothek, der Berliner Staatsoper und der St. Hewigs Kathedrale flaniert - nicht zu vergessen das berühmte Hotel Adlon, das unweit des Brandenburgertors gelegen ist.

 

Ist man dann am Ende der Flaniermeile angelangt, baut sich, prächtig und erhaben, das Brandenburger Tor vor einem auf. Schön ist Berlin, das muss ich ohne Neid immer und immer wieder feststellen. Diese Stadt strahlt alles das aus, was andere Städte meines Erachtens vermissen lassen. Authentizität, das ist es, was Berin ausmacht. Pur, direkt, ehrlich, offen, anders, kreativ, alternativ, unangepasst, unkonventionell und so vieles mehr, aber ganz besonders eben authentisch. Und das alles ungeschminkt! Berlin ist cool, Berlin ist immer eine Reise wert und der Titel meiner Reihe bringt es doch bereits ganz konkret auf den Punkt: Verliebt in Berlin!

 

Berlin, ick hab Dir gern!

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