27. APRIL 2019



Stürmischer April

An manchen Tagen, wenn wir denken, der Frühling ist da, die Sonne scheint und wärmt uns mit beständigen 22 Grad, bricht es plötzlich aus allen Wolken mit Kübeln voll Wasser über uns herein. Es schüttet und schüttet, was der Himmel an Wasservorräten nur so hergeben kann. Dann ist es auf einmal ungemütlich, kalt und nass. An solchen Tagen ist es schön, wenn man die unbarmherzige Wetterfront nicht so ganz alleine aushalten muss und gemütlich mit einer Freundin in einem Café plaudern kann. Oftmals vergisst man dann sehr schnell, dass es draußen weiter stürmt. Man ist vertieft in das gemeinsame Gespräch, freut sich über die gute Gesellschaft und verliert sich in den anregenden Themen, die einen beschäftigen. Fast redet man sich mit einer wirklich guten Freundin in einen euphorischen Rausch. Sehr oft, nach vielen Stunden, merkt man es dann gar nicht, dass sich die Wetterlage bereits wieder geklärt hat. Der Wolken behangene Himmel ist wieder blau, die Sonne strahlt und auf dem nassen Asphalt spiegelt sich das Licht. Ja, so kann der April sein! Launisch, wechselhaft, warm und kalt zugleich. Ein absolutes Wechselbad der Gefühle. Vergleichbar mit der ebenso volatilen menschlichen Gefühlswelt.

 

 

Und wenn nach dem Regen die Sonne wieder scheint, dann wirkt alles auf einmal so erheitert, so befreit. Förmlich spürt man die Pflanzenwelt aufatmen. Von der Last des Regens bleiben lediglich nur ein paar große Tropfen an den Blütenblättern haften und benetzten die zarte Blattstruktur wie glänzende Perlen. Für mich als Aprilgeborene ist dieser Monat der Schönste überhaupt. Alle Register, bestehend aus Farbenpracht, Frühlingsgerüchen, Euphonien, Sonne und Regen werden in dieser Zeit gezogen. Der April ist wahrhaft einer der vielschichtigsten Monate des Jahres. Und der Frühling, ja, dem Frühling wohnt sowieso ein ganz besonderer Zauber inne!

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