Neujahrswünsche Ade! was zählt sind realistische Ziele!

29. DEZEMBER 2019 // Nicole Hacke

 

Zu jedem Jahreswechsel nahm ich mir immer wieder auf’s Neue vor, viele Dinge anders anzugehen als noch im alten Jahr. Dazu gehörten die Standardwünsche aus dem Repertoire: mehr Sport treiben, gesündere Ernährung, schlankere Silhouette und ein Tatendrang, meine Welt bis auf die Grundmauern zum besseren zu verändern.


Das Resultat!


Nichts davon setzte ich wirklich ernsthaft und mit eiserner Disziplin in die Tat um. Vielleicht trieb ich die ersten Wochen noch ganz viel Sport, ereiferte mich beim Kauf gesunder Lebensmittel und achtete akribisch auf einen ausgewogenen Ernährungsplan, der mir schon recht bald die versprochene Traumfigur bescheren würde. Doch nach weniger als sechs Wochen war Schluss mit lustig. Ich gab vorzeitig auf diszipliniert und vorbildlich an meinen Zielen zu arbeiten.


Vielleicht hatte ich mir aber auch meine Ziele viel zu hoch gesteckt?

 

 

Fakt ist, dass ein Jahr tatsächlich nur 12 Monate hat und einem bei der Vielzahl der avisierten Ziele kaum Zeit bleibt, sich ausdauernd, konzentriert und mit einer gehörigen Portion Muße mehreren Aktivitäten zeitgleich voll und ganz zu widmen. Neben Vollzeitjob, Familie und anderen Verpflichtungen hetzen wir eh schon gestresst und genervt durch den Alltag, der scheinbar unspektakulär vor unserem Auge zähflüssig  dahinfließt.

 

Doch auch ich hatte immer das zwingende Gefühl, alles unter einen Hut bringen zu müssen, sogar die Neujahrswünsche, die mir den Alltagsblues so schön hätten versüßen können.


Warum aber geben wir vorzeitig unsere Vorsätze auf?


Wahrscheinlich liegt es daran, dass unsere Neujahrsvorsätze auf falschen Wunschvorstellungen fußen.

 

Wollen wir wirklich aussehen, wie ein Model mit 90-60-90 Maßen?

 

Macht uns das zu der besten Version unserer selbst?

 

Müssen wir unsere Welt und unseren Alltag so dermaßen verbiegen, dass beide einer Grundsanierung unseres Lebens gleich kommen?

 

 

Ganz sicher braucht es das alles überhaupt nicht. Was vielmehr zählt und uns letztendlich auf einen guten Weg bringen kann, ist das Wissen um die unrealistischen Träume, die es gilt zu vermeiden, um sich mit ganzer Aufmerksamkeit und Energie auf die realistischen, gut umsetzbaren Wünsche zu konzentrieren.


Und nicht nur das! Auch die Anzahl der Neujahrsvorsätze, die sich oftmals wie eine nicht enden wollende Weihnachtsgeschenkliste liest, muss gezwungenermaßen irgendwann auf ein Minimum gekürzt werden. Denn wie bereits erwähnt, zählt das Jahr nur 12 Monate und diese Zeitspanne, die klar begrenzt ist, wird höchstwahrscheinlich sowieso zu mehr als zwei Drittel für routinierte Pflichtprogramme verplant. Viel Platz und Raum bleiben da nicht mehr für persönliche, individuelle Eskapaden und Ausreißer.


Oder wollen wir, dass die unzähligen Wünsche, wie Pingpongbälle auf uns einprallen und uns unkoordiniert um die Ohren fliegen?


Sicherlich nicht.

 

Doch was tun?

 

 

Zu mir sagte mal ein Profi, der sich mit Zeitmanagement bestens auskannte: „ Dein Tag hat nur 24 Stunden. Davon solltest Du mindestens sechs Stunden schlafen und auch während des Tages innerhalb Deiner Produktivphasen immer mal wieder Pausen zum Regenerieren einbauen. Bist Du ständig im Dauerbetriebsmodus, brennen Dir früher oder später die Sicherungen durch und Du bist mit Deinem Nervenkostüm recht schnell am Ende." So der O-Ton!


Ein probates Mittel, um ganz sicher Deine Neujahrswünsche, aka Deine Ziele für das kommende Jahr ausdauernd und mit Erfolg zu erreichen, ist das Priorisieren und Aussortieren nach Wichtigkeit und Unerlässlichkeit.

 

Dafür braucht es zuerst eine Bestandsaufnahme.

 

Welche Ziele kann und will ich ernsthaft verfolgen?

 

Welche davon sind mir wirklich wichtig ...

 

...und welche Ziele bringen mir wahrhaft einen echten Nutzen und persönlichen Mehrwert?

 

Habt Ihr das für Euch genauestens eruiert, bleiben Euch vielleicht zwei, maximal drei vollwertige Ziele, an denen Ihr Euch erproben könnt. Und da diese Ziele nach gutem Abwägen, da Ihr schließlich ebenfalls eine eingehende Bestandsaufnahme gemacht habt, realistisch und somit erreichbar scheinen, könnt Ihr Euch über das Jahr verteilt, Zeitfenster einräumen, in denen Ihr Euch den Neujahrswünschen widmet, um diese Schritt für Schritt erfolgreich in die Tat umzusetzen.


Mir ist das jedenfalls mit der Bestandsaufnahme, dem Hinterfragen der Wichtigkeit und Unerlässlichkeit bestens gelungen. Ganz sicher schafft Ihr das mit dieser bereits erprobten Methode auch. Viel Erfolg dabei und einen guten Rutsch!

 

 

Eure

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