15. DEZEMBER 2019



Was willst Du? Dein Leben ist Deine Reise! 10 Persönliche Gebote, die es nachhaltig bereichern!

 

Diese Frage stellte ich mir unlängst selbst. Wie soll mein Leben aussehen, was ist mir wichtig, was will ich, was brauche ich, um meinen Wünschen Raum zu geben, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Was lässt mich Tag für Tag an mir wachsen, über mich hinauswachsen. Was stärkt die eigene Persönlichkeit und was macht mich zu dem Menschen, der ich tatsächlich bin und wie kann ich ihn auf lange Sicht authentisch verkörpern, ohne Gefahr zu laufen, mich in den Irrungen des gesellschaftlichen Konformismus zu verlieren?


Fragen über Fragen, die mich umtrieben und von denen ich im ersten Moment dachte, sie ließen sich ganz einfach beantworten. Doch wenn wir mal nicht von den materiellen Gütern ausgehen, deren Wunschliste sich unglaublich schnell erstellen ließe, ist es so ziemlich schwer, einmal ganz tief in sich hineinzuhorchen und zu überlegen, was unsere ureigensten persönlichen Wünsche sind, von denen wir uns zwar nichts kaufen können, von denen wir aber insgeheim wissen, dass sie uns alles geben, was uns zu einem erfüllten Leben verhilft - und zwar ohne einen einzigen Cent dafür ausgeben zu müssen.


Ich fing also an meine Liste von 1 - 10 zu erstellen und überlegte, die Dinge, die ich auf meiner Wunschliste festhalten wollte, nach Wichtigkeit zu priorisieren. Was dabei herausgekommen ist, liest sich ein wenig wie eine Bucketliste der erstrebenswerten persönlichen Errungenschaften im Leben und hat ganz sicher einen viel höheren Stellenwert als jede Nonsense-Liste, die mit materiellem Wunschstreben einhergeht. Und hier sind sie nun, meine ganz persönlichen Wünsche auf der Reise meines Lebens:

 

 

1) Dankbarkeit kultivieren und aufrichtig empfinden!


Das mag einfacher klingen als es ist, denn sind wir nicht dafür bekannt, an allem herumzunörgeln, alles zu kritisieren und vor allem Dinge immer als selbstverständlich anzusehen, auch wenn sie das überhaupt nicht sind. Dankbarkeit ist eine charakterliche Konstante, die man sich aneignen und erlernen kann, indem man sich regelmäßig bewusst macht, dass jedes noch so kleine Ding im Leben zählt und Wertschätzung erfahren sollte. Vielleicht macht man sich einfach mal bewusst, dass es längst nicht selbstverständlich ist, an jedem neuen Tag wieder aufzuwachen und zu leben. Allein dafür sollte man eine große Dankbarkeit empfinden.


2) Gute und gesunde Freundschaften pflegen!


Das wohl wichtigste Gut, dass der Mensch besitzen kann, sind Freunde. Nichts gegen die Familie. Die hat man, ob man will oder nicht. Blut ist sicherlich auch dicker als Wasser. Aber echte, wahre Freunde, sind unabdingbar und gehören zu einem bereichernden, zufriedenen Leben dazu. Wichtig aber ist, Menschen um sich herum zu scharen, die aufrichtig, ehrlich, loyal und positiv sind, die einem Kraft geben, Mut zusprechen, aber auch grundehrlich ihre Meinung kund tun, auch wenn die Wahrheit nicht immer gefällt.

 

Zweckgemeinschaften hingegen, die nur Nutzen und persönlichen Profit auf Kosten des Gegenübers ziehen, kann man gleich vergessen. Meistens sind diese Beziehungen toxischer Natur und daher sofort und schnellstmöglich zu vernachlässigen.

 

 

3) Vitalität und Gesundheit!


Was ist der Mensch, wenn er sich nicht bewegen kann? Wir können Bäume ausreißen, wenn wir fit, gesund und vital sind. Alles ist möglich. Es gibt keine Grenzen. In einem gesunden Körper steckt ein lebendiger, froher Geist. Wenn wir das alles aber nicht mehr haben, dann ist unser Körper vielleicht nur noch eine Hülse und wir sind stark eingeschränkt in unserem Tun und Sein. Deshalb kann der Wunsch nach Gesundheit und Vitalität nicht legitimer sein. Er sollte sogar auf jeder persönlichen Wunschliste weit oben vermerkt werden, denn Gesundheit ist absolute Lebensqualität und ein Geschenk, das keine Besitztümer dieser Welt aufwiegen können.

 

 

4) Wissensschätze anreichern und horten!


Wissen ist Macht, das wusste schon mein Vater! Soweit würde ich allerdings gar nicht gehen, denn Wissen sollte in erster Linie Spaß bereiten. Sich an kulturellen, geschichtlichen und allgemein bildenden Themen zu orientieren, stimuliert nicht nur den Geist, sondern auch den Feingeist im Menschen.

 

Unser Habitus ändert sich gänzlich, wenn wir uns der klassischen Musikverschreiben, in die Oper gehen, uns für die impressionistischen Maler interessieren oder uns für fremde Kulturen und tiefgreifende Literatur erwärmen.

 

All das formt uns in unserem persönlichen Meinungsbild, erweitert unseren geistigen und emotionalen Horizont, prägt und macht uns zu weltoffenen, verständigen und kultivierten Menschen.

 

 

5) Von Herzen Lachen!


Es gibt doch nichts Schöneres, als so richtig und aus vollem Herzen zu lachen. Tief aus dem Bauch heraus muss es kommen, die Bauchmuskeln, ganz besonders die tiefer liegenden müssen irgendwann so sehr schmerzen, dass man sich beinahe krümmt. Und auch die Gesichtsmuskeln sollten nach einer ausgiebigen Lachsalve so weh tun, dass man Schwierigkeiten hat, den Mund wieder zuzumachen. Dann erst entfaltet Lachen seine volle Wirkung auf die Gesundheit. Ja, Lachen ist so gesund, dass es seit Jahrzehnten schon Lachseminare gibt, in denen man lernt, richtig zu lachen. Am besten man tut es jeden Tag. Auch über sich selbst lachen, entspannt oftmals die inneren Stressoren und setzt ganz gekonnt die glückselig machenden Endorphine frei.


 

6) Das Glück einfangen!


Gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß, wie es geht. Wir denken doch fast alle immer, Glück wäre käuflich. Es braucht nur ein Eigenheim, ein schickes Auto, tolle Klamotten und zack, schon steht das Glück vor der Tür. Wir haben doch schließlich alles erreicht, was wir wollten! Falsch. So geht kein Glück. So zieht es wahrscheinlich eher an einem vorbei. Vielleicht klingt es banal, aber das Glück, das nicht im Materiellen zu suchen gilt, steckt tief in uns drin und will einfach nur aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden.

 

Wie das geht? Das geht nur, wenn man ganz bei sich selbst angekommen ist und seine Neigungen voll und ganz auslebt. Nur um das zu können, muss man manchmal den Stecker ziehen. Soll heißen, man befreit sich von Stress, Gleichförmigkeit und Alltagssorgen, geht raus in die Natur, bewegt sich, trifft liebe Freunde und widmet sich zur Abwechslung mal den Dingen, die man liebt und gerne tut. Das können Leidenschaften sein, die bei jedem individuell anders ausgeprägt sind.

 

Wichtig ist nur, dass man mit Liebe und Lust an die Dinge herangeht, die einen hoffentlich mit großer Leidenschaft erfüllen und den eigenen Neigungen und Talenten entsprechen, denn nur dann kann es sich gut und richtig anfühlen. Immer im Gepäck dabei sollte man auch eine Portion Muße haben, um in Gedanken frei und ungezwungen seinen Leidenschaften frönen zu können. Zeitnot ist nämlich ein unliebsamer Gast und Störfaktor für das Glück.

 

 

7) Musik, Musik, Musik


„Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück..., ich brauche weiter nichts als nur Musik, Musik, Musik!“ Der Schlager aus den 20iger Jahren bringt es noch heute auf den Punkt. In der Musik steckt eine heilende Kraft, die soviel mehr ist als eine Aneinanderreihung von Tönen. Ist man schlecht gelaunt, kann Musik dabei helfen, depressive Verstimmungen zu heben und sogar aufzuhellen. Es reicht bereits aus Musik zu hören und wir schweben förmlich in anderen Spähren dahin. Noch viel erhebender und unmittelbarer ist das selber musizieren. Am wirkungsvollsten das singen. Wer singt, ist - und zwar ganz bei sich. Wer singt löst sich in sich selbst auf. Klingt komisch, ist aber so.

 

Sorgen sind plötzlich wie weggefegt. Kummer, was ist das? Singen macht allen negativen Gefühlen Luft. Eine Stunde singen beschwert einen mehr Endorphine als fünf Stunden Sport treiben. Wer es nicht glaubt, probiert es aus. Die größte Liebe meines Lebens, wird sie auch häufig von professionellen Instrumentalisten oder Sängern genannt. Warum wohl? Mehr Glücksgefühle und Rauschzustände hervorrufen kann keine andere Droge als eben die Musik - und das auf eine gesundheitsfördernde Weise, die ganz ohne schädliche Nebenwirkungen auskommt.

 

 

8) Die Welt zu einer Auster machen!

 

Reisen ist der Blick über den Tellerrand des Gewohnten! Wer reist hat etwas zu erzählen. Wer in die Welt hinaus geht, kann sich weiterentwickeln. Reisen bedeutet erleben, denn erleben heißt leben. Aber das funktioniert nur, wenn man aus dem gewohnten Umfeld heraustritt, seinen Alltag hinter sich lässt, Routinen abstreift und die Grenzen des Möglichen überwindet, um das Unmögliche Wirklichkeit werden zu lassen. Nur so kann der Mensch sein volles Potenzial ausschöpfen und die beste Version seiner selbst sein.

 

Und hat man erst einmal die Welt entdeckt und für sich erobert, sich an vielen Kulturen bereichert, gelabt und sogar die eine oder andere tiefergehende verinnerlicht, dann wird die Welt plötzlich zu einem kleineren Ort, ja zu einer Auster. Grenzen verschwimmen, Kulturen und Menschen nähern sich einander an.

 

Das Empfinden in einem fremden Land zu sein, schwindet total. Man wird zum Europäer oder gar zum Kosmopolit und fühlt sich überall beheimatet und integriert. Die Welt ist gerade mal so groß, wie die individuell empfundene perspektivische Sicht, aus der man sie betrachtet.

 

 

 

9) Authentisch leben und handeln!


Das ist nicht immer ganz einfach in einer Gesellschaft die Anpassung und ein Höchstmaß an Konventionen fordert. Wer will da schon als Einzelkämpfer gegen den Strom schwimmen. Tatsächlich erfordert es Charakter und Mut zu sich selbst zu stehen und seine Persönlichkeit mit allen Ecken und Kanten auszuleben, denn allzu schnell wird man als schwierig, anstrengend und fordernd abgestempelt. Verbiegen sollte man sich dennoch nicht, vor nichts und niemanden. Nur ein Mensch der authentisch ist, kann andere überzeugen und für sich selbst und seine Sache einstehen. Sein Licht und sein inneres Strahlen unter den Scheffel stellen, hilft nur denjenigen, die ihre Mitmenschen gerne in Schubladen packen. Den Gefallen sollten wir ihnen gar nicht erst tun!


 

10) Liebe als höchstes Maß der Dinge!


Ohne Liebe, keine Menschheit, keine Menschlichkeit  ! Das ist so. Was nützte uns all das viele Geld und die Reichtümer dieser Welt, wenn sie ohne Liebe auskommen müssten. Wir wären alle längst schon gestorben, ausgerottet, nicht existent. Die Liebe ist das wertvollste Geschenk, dass man eben für Geld nicht kaufen kann. Nur wo fängt die Liebe an und wo hört sie auf? Liebe erwächst zuallererst aus einem selbst. Wer sich liebt, der liebt auch das Leben, kann auf andere Menschen zugehen und sich in seine bessere Hälfte verlieben. Wer liebevoll mit sich umgeht, Selbstliebe praktiziert, der macht  die eigene Welt und die der anderen auf jeden Fall zu einem besseren Ort. Wäre es nicht schön, wenn wir auf die ganzen negativen Emotionen, wie Neid, Hass, Wut oder Missgunst verzichten könnten. Wenn wir großherzig wären, anderen ihre Erfolge und Glücksmomente gönnen könnten, dann hätten wir schon viel erreicht. Kriege gehörten dann der Vergangenheit an, sowie das leidige Konkurrenzdenken und Statusgehabe in der Gesellschaft. Dann müssten wir uns wahrscheinlich auch nicht mehr fragen, warum wir geboren werden und was unsere Bestimmung auf Erden ist. Oder?

 

 

Und? Habe ich zu viel versprochen. Für meine persönlichen Wünsche brauche ich nicht lange zu sparen. Sie werden mich wenig Geld kosten und wenn sie das tun, dann stellen sie partiell eine Investition in kulturelle Bildung dar. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Sehr viel mehr Energie und persönliches Engagement muss ich tatsächlich in mich selbst stecken, denn mit Dankbarkeit, Freundschaften, Liebe, Gesundheit, Frohsinn und dergleichen bin ich nicht automatisch ausgestattet. Der fertige Kuchen existiert nicht.

 

Mein Charakter wird daher auch Zeit meines Lebens formbar und optimierbar bleiben. Ich habe es in der Hand. Nur ich selbst kann steuern, was mich als Persönlichkeit ausmachen soll, was ich von mir, meinem Leben und meinen Mitmenschen erwarte und auch, was ich bereit bin meiner Umwelt mitzuteilen und zu geben. Die Bucketliste der persönlchen Wünsche ist dafür ein gute Methode. Sie hilft dabei, sich zu überprüfen, seine ureigensten Wünsche zu verstehen und zu verinnerlichen, sich in Selbstreflexion zu üben, um letztendlich seinen eigenen Erwartungen gerecht zu werden. Erstellt doch einfach Eure eigene „Compilation“!


Eure