12. SEPTEMBER 2019



ENTHÄLT UNAUFGEFORDERTE WERBUNG

nur Schweben ist schöner!

 

Manchmal braucht es sehr lange, in meinem Fall sogar sechs Jahre, bis bei mir ein Funke so richtig überspringt und entflammt. Und so denke ich plötzlich wieder zurück an die ersten Flying Pilates Stunden bei Sonja Ehrlich. Immer wieder hatte ich mir fest vorgenommen, meine sportlichen Aktivitäten in diesem Bereich auszubauen und zu intensivieren. Was am Ende dabei rum gekommen ist? Nichts. Ich habe gewartet und gewartet, mal das eine, mal das andere ausprobiert. Doch die Kurse in den gängigen Fitnessstudios haben mich nie wirklich tief beeindruckt und so war es dann bald auch nicht sehr gut um mein Durchhaltevermögen bestellt. Ich blieb den Kursen immer häufiger fern und hörte irgendwann ganz mit dem Sport auf.

 

 

Flying Pilates hingegen ging mir in all den Jahren irgendwie nicht aus dem Kopf. Immer wieder dachte ich daran, wie schön es doch war, in einem Tuch in der Luft zu hängen, mal kopfüber, wie ein Äffchen über dem Boden zu baumeln und ganz zum Schluss der Sitzung, wie in einem Kokon, sich in das Tuch einzumummeln und bei entspannter Musik fast schon einzuschlummern. Diese positive Erfahrung, gepaart mit dem Wunsch endlich mal wieder etwas für den Grundaufbau meiner Muskulatur zu tun, motivierten mich, mein abgebrochenes Studium des Flying Pilates wieder aufzunehmen. Heute sollte es endlich soweit sein. Ich machte mich auf und freute mich auf eine sportliche Herausforderung.

 

In Sonjas Studio herrscht ein angenehmes Klima. Keine schweißtreibende Hitze, wie draußen bei 30 Grad. Drinnen ist es kühl und angenehm. Genau die richtige Temperatur, um sich sportlich zu verausgaben.

 

 

Die erste Hürde, die ich nehmen muss, ist mein Tuch doppelt zu falten und mich dann hinein zu setzten. Nicht ganz so leicht, wenn man ungeschickt und etwas ungelenk, wie eine Babyrobbe ist. Doch Sonja ist sehr geduldig und steht helfend zur Seite. Somit gelingt es auch mir, ziemlich problemlos, im Tuch Platz zu nehmen. Jetzt baumele ich, wie auf einer Schaukel hin und her. Das Tuch dreht sich dabei einmal um die eigene Achse. Irgendwie gefällt mir das. Es erinnert mich sogar an meine schaukelnde Kindheitsphase, die ich herrlich fand und an die ich mich immer gerne wieder erinnere. Mir gefällt, was ich tue.

 

Die folgenden ersten Übungen, die im Tuch stattfinden, sind moderat anstrengend. Körperspannung ist das A und O. Lang gestreckt und mit geradem Körper werden die ersten Bauch und Rückenmuskeltrainings absolviert. Nicht ganz so einfach, wenn man sich in einem schaukelnden Tuch stabilisieren muss. Auch alle weiteren Trainingseinheiten, die teils akrobatisch anmuten, zwingen sämtliche meiner Muskeln in die Knie. Nach einer halben Stunde fühle ich mich und ich fühle ganz besonders, dass ich Muskeln habe. Langsam erhitzt sich die Temperatur im Raum oder ist es mein vor Anstrengung schwitzender Körper, der ein wenig anfängt zu dampfen?

 

 

Der Höhepunkt, die Kopfübervariante, in der ich hängend, wie ein Äffchen über dem Boden baumele, ist mir zuerst etwas suspekt. Mein Po ist angespannt bis zum Anschlag und nur auf Sonjas Anraten, doch einfach mal locker zu lassen, gebe ich mir einen Ruck und entspanne alles, was geht. Jetzt hänge ich entspannt und flockig im Tuch und baumele fröhlich vor mich hin. Ich fühle mich schwerelos und könnte glatt eine Ewigkeit so vor mich hin schweben. Doch weiter geht es mit den Bodenübungen, bei denen immer ein Fuß im Tuch bleibt.

 

Ich merke, dass Sonja alle Übungen perfekt aufeinander abgestimmt hat. Morgen habe ich ganz bestimmt einen Muskelkater, der sich gewaschen hat. Aber was soll´s. Wer sportlich und fit sein will und einen gesunden Körper haben möchte, der muss dafür auch ein bisschen leiden. Zum Schluss kommt die Krönung, auf die ich mich nach so viel Auspowern, Anstrengung und Leistung besonders freue. Das "Cocooning". Ich rolle mich wie eine Raupe in das 2 Meter Breite von der Decke hängende Tuch und lasse alle Anspannung aus meinem Körper entweichen.

 

 

Schwer und schlapp liege ich eingemummelt in der luftig weichen Faser, lausche der im Hintergrund leise plätschernden Musik, schwebe, schwebe und werde immer leichter. Fast schlafe ich dabei ein. Doch bevor das passiert, holt mich Sonja´s Stimme sanft in das "Jetzt und Hier" zurück. Beim nach Hausegehen merke ich es. Ich fühle mich ganz plötzlich so leicht an, so leicht wie sonst nur nach einer anstrengenden längeren Wanderung. Das ist genial, denke ich mir und freue mich bereits auf die nächste Stunde am kommenden Donnerstag.

 

Was ist Flying Pilates und wer steckt dahinter?

 

Flying Pilates wurde vor sieben Jahren von der Gründerin und Erfinderin Sonja Ehrlich ins Leben gerufen und vereint klassisches Bodenpilates mit akrobatisch anmutenden Schwebefiguren, die in einem von der Decke baumelnden Tuch ausgeübt werden. Dabei ist die Intensität der Übungen im Vergleich zum regulären Pilates um einiges höher, da durch die Instabilität des Tuches mit der eigenen Körperkraft das Gleichgewicht gehalten und Schwankungen mit kontrollierten Bewegungen und zielgerichteter Muskelkraft ausgeglichen werden müssen. Das fällt am Boden natürlich deutlich leichter als in der Luft, macht aber auch eindeutig weniger Spaß. 

 

Als die Erfolgsgeschichte von Flying Pilates vor sieben Jahren in Hamburg begann, stand Sonja vor einer großen Herausforderung, denn Flying Pilates war zu dem Zeitpunkt eine unbekannte Größe im Fitnessbereich und hatte den Markt noch nicht durchdrungen. Wo Yoga bereits auf dem Vormarsch war, musste sich das sportive Tuchkonzept langsam etablieren. Doch mit den Jahren wuchs der Zulauf und die Flying Pilates-Anhängerschaft, die mittlerweile nicht nur in Hamburg im Tuch turnt, sondern auch weitere Großstädte, wie zum Beispiel Berlin und München, unsicher macht.

 

 

Flying Pilates Trainer, die bereits über ganz Deutschland verteilt sind, wurden alle von Sonja höchstpersönlich ausgebildet und mittlerweile betreibt die charismatische Frau mit der lebensfrohen Ausstrahlung ihr sportives Geschäft nicht mehr alleine. Mehrere Trainerinnen stehen in Hamburg an den unterschiedlichen Wochentagen bereit, Sportbegeisterten, die das besondere Trainingserlebnis suchen, Flying Pilates näher zu bringen.

 

Dabei variieren die einzelnen Übungen von Stunde zu Stunde, was auch nicht verwunderlich ist, denn Sonja hat ein Buch mit über 200 Übungsfiguren gefüllt. Und wer weiß, wie viele Seiten sie noch im Laufe der nächsten Monate füllen wird. Fakt ist, dass sich Sonja von den Akrobaten dieser Welt inspirieren und zu neuen Ideen antreiben lässt, die sie dann maßgeschneidert für das Flying Pilates Training abwandelt und somit konzeptgerecht umsetzt. 

 

Und damit noch nicht genug. Auch an die Zukunft hat Sonja bereits gedacht. Sie schwebt nicht nur regelmäßig im Tuch, sondern es schweben ihr auch immer wieder neue Ideen vor, die sich auf die Erweiterung des bestehenden Angebots fokussieren. Es hat den Anschein, dass diese Frau absolut nicht aufzuhalten ist. Sie weiß, was sie will und was sie kann und wenn man ihr dann noch dabei zusieht, wie sie anmutig und grazil im Tuch übt, dann ist man stark davon überzeugt, dass sie alles, was sie sich noch so vorgenommen hat, ganz spielend und mit Leichtigkeit schaffen wird.

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Details


Flying Pilates

Eppendorfer Weg 57a

20259 Hamburg

 

Website: www.flying-pilates.de